Gestern hat die Stadt weitere Details zu den geplanten Budgetausgaben bekannt gegeben. Während Bürgermeister Anzengruber und Vizebürgermeister Willi das Budget 2026 als "sozial und verlässlich" benennen, orten wir Scheinlösungen. Für den dringend benötigten sozialen Wohnbau ist nämlich kein eigener Posten vorgesehen. 

"Die Stadtkoalition ignoriert erneut die größte Sorge der Innsbrucker Bevölkerung - die explodierenden Wohnkosten und der akute Mangel an leistbaren Wohnungen. Die angepriesene 'Budgetstrenge' trifft damit genau jene, die ohnehin schon am stärksten belastet sind. Da hat die Stadtregierung einen Tunnelblick", kommentiert Pia Tomedi, Gemeinderätin der KPÖ Innsbruck. 

"Hier werden Scheinlösungen präsentiert", ärgert sich Tomedi. Wir fordern seit langem eine massive Offensive im sozialen Wohnbau. Die geplanten 4,9 Millionen Euro für die Wohnungsvergabe sind lediglich eine Verwaltung des Mangels: "Die Fertigstellung des Gedenkorts Reichenau und die Unterbringung von Hilfseinrichtungen wie 'lilawohnt' sind zweifellos wichtige Projekte. Sie dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stadt die Weichen für eine soziale Zukunft völlig falsch stellt. Eine 'soziale und verlässliche' Stadt baut für ihre Bürgerinnen und Bürger bezahlbaren Wohnraum. Alles andere ist Augenauswischerei und zementiert die soziale Spaltung in unserer Stadt."