Seit dem 12. August 2025 ist die persönliche Antragstellung für eine Stadtwohnung in Innsbruck ein Stück weit komplizierter: Wer einen Antrag einreichen möchte, muss zuvor online oder vor Ort einen Termin vereinbaren, so die Stadt über Social Media. Für uns ist das eine zusätzliche Hürde für ältere Menschen und jene mit weniger Einkommen. 

"Die Stadtregierung hat im Mai mit viel Pomp und Getöse eine barrierefreie Anlaufstelle für Wohnungssuchende eröffnet - nur um jetzt zu verkünden: Betreten nur mit Termin!", konstatiert Pia Tomedi, Klubobfrau der KPÖ Innsbruck. "Das ist als würde man ein Buffet eröffnen und dann sagen: Nix anfassen!", so Tomedi weiter. 

"Eigentlich sollte die neue Online-Plattform die Wohnungssuche erleichtern - stattdessen werden jetzt zusätzliche Hürden hochgezogen", stellt Tomedi fest. "Mit großem Stolz hat Bürgermeister Anzengruber die neue 'serviceorientierte' Wohnberatung präsentiert. Drei Monate später schließt man Menschen schon wieder aus. Wer keinen Internetzugang hat, nicht digital affin oder nur eingeschränkt mobil ist, wird jetzt noch weiter benachteiligt. So wird die soziale Schieflage nur weiter verstärkt", meint Tomedi.